Krankenkasse wechseln – das gilt es bei der Kündigung zu beachten

In Deutschland herrscht eine freie Krankenkassenwahl. Das heißt, jeder Bundesbürger – ob Arbeitnehmer, Angestellter, selbstständig, arbeitssuchend oder Rentner – hat das Recht, bei der gesetzlichen Krankenkasse seiner persönlichen Wahl einzutreten, sofern er die Voraussetzungen erfüllt und die Krankenkasse auch in dem Bundesland, in welchem der Bürger wohnhaft ist oder einem Beruf nachgeht, geöffnet ist.

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Die Kündigung der Krankenversicherung

Der Wechsel zu einer anderen Krankenversicherung ist mit zwei Schreiben erledigt und daher denkbar einfach und unkompliziert. Sie müssen die alten Krankenversicherung kündigen und sich im Gegenzug bei der neuen Krankenkasse anmelden. Jedoch ist die Kündigung erst dann zur Gänze abgeschlossen, wenn die alte Kasse eine Mitgliedsbescheinigung der neuen Kasse erhält; die Mitgliedsbescheinigung muss innerhalb der gesetzlichen Kündigungsfrist übermittelt werden.

Die Kündigungsfrist

Die reguläre Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende. Das heißt: Wenn Sie Ihr Kündigungsschreiben bis zum 28. Februar übermittelt haben, können Sie sich ab 1. Mai über die neue Kasse versichern lassen. Beachten Sie, dass die Mindestvertragslaufzeit 18 Monate – bei allen Kassen – beträgt. Erst nach der Mindestvertragslaufzeit ist es möglich, die Versicherung neuerlich zu wechseln. Entscheiden Sie sich für einen Wahltarif, müssen Sie die individuellen Mindestlaufzeiten berücksichtigen. Mitunter ist eine längere Mindestlaufzeit zu berücksichtigen.

Das Sonderkündigungsrecht

Kommt es zu einem erhöhten Zusatzbeitrag, entsteht ein automatisches Sonderkündigungsrecht; das Sonderkündigungsrecht tritt auch dann in Kraft, wenn die Mindestversicherungszeit noch nicht erfüllt wurde. Beachten Sie, dass es auch beim Sonderkündigungsrecht eine zweimonatige Kündigungsfrist gibt. Das Kündigungsschreiben muss – eingeschrieben per Post – bis zum Monatsenden bei der Krankenkasse eingelangt sein, wobei Sie sich in Ihrer Kündigung auf das Sonderkündigungsrecht beziehen müssen. Zu beachten ist, dass viele Versicherungen den Zusatzbeitrag zum Jahreswechsel erhöhen. Auch dann, wenn Sie einen Wahltarif in Anspruch nehmen, habe Sie das Recht auf eine Sonderkündigung. Die einzige Ausnahme bildet der Krankengeld-Wahltarif: Hier müssen Sie die Mindestlaufzeit abwarten, bevor Sie die Kündigung einreichen können.

Das Kündigungsschreiben

Im Internet finden sich zahlreiche Musterschreiben, die runtergeladen und in weiterer Folge bearbeitet werden können. Nutzen Sie das Sonderkündigungsrecht, sollten Sie auch darauf eingehen und sich in weiterer Folge auf den dementsprechenden Gesetzestext (§ 175 Abs. 4 Satz 5 SGB V) beziehen.

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Der Mitgliedsantrag

Damit Sie auch Mitglied der neuen Krankenkasse werden, sollten Sie den Mitgliedsantrag ausfüllen. Normalerweise stehen Mitgliedsanträge online zur Verfügung; das Formular finden Sie im Regelfall auf der Homepage der entsprechenden Krankenkasse. Sie benötigen lediglich Ihre eigene Sozialversicherungsnummer und die Anschrift des Arbeitgebers, damit die neue Kasse diesen auch über den Wechsel in Kenntnis setzen kann. Für Selbstständige und mitversicherte Angehörige gibt es zusätzliche Formulare, die im Rahmen des Kassenwechsels ausgefüllt werden müssen. Die Anträge können online ausgefüllt oder ausgedruckt und per Fax oder über den Postweg übermittelt werden. Die alte Krankenkasse ist in weiterer Folge verpflichtet, dass sie eine Kündigungsbestätigung ausstellt (innerhalb von 14 Tagen – siehe § 175 Absatz 4 SGB V). Die Kündigungsbestätigung muss von Ihnen an die neue Kasse übermittelt werden; Sie können die Bestätigung mit den neuen Antragsunterlagen oder gesondert übermitteln. Erst dann, wenn die Kündigungsbestätigung vorliegt, ist der Kassenwechsel vollzogen und abgeschlossen.

 

 

 

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Lokale Einzelhandelsgeschäfte sind auf Stammkunden ebenso angewiesen wie auf Neukunden. Viele Verbraucher bezahlen heute ihre Einkäufe grundsätzlich mit ec- oder Kreditkarte. Sind die Läden nicht auf Kartenzahlung eingestellt oder nur auf ec-Karte beschränkt, kaufen die Leute, die über andere Karten verfügen, woanders ein. Zwar verfügen die meisten Verbraucher über eine ec-Karte; doch andere ziehen reine Kreditkarten wie VISA, American Express und andere Karten vor. Wer im Geschäft bleiben und Gewinn erwirtschaften will, kommt heute um die Akzeptanz von Kartenzahlung nicht herum.

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Tarife mit Beitragsänderungen in der privaten Krankenversicherung

Wie jedes Jahr sorgten auch zum Jahreswechsel 2015/2016 die Schreiben der privaten Krankenversicherungen an ihre Mitglieder, in denen sie die Beitragsanpassungen bekanntgaben, für Unmut unter den Versicherten. Neu bei den Schreiben waren die Angebote für Tarife mit günstigeren Beiträgen, welche alle Versicherten erhielten, die das 55. Lebensjahr vollendet hatten.

Niedrige Zinsen

Der Grund für die Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherer wurde schnell gefunden: Das niedrige Zinsniveau ist der Schuldige. Schuldig deswegen, weil die privaten Krankenversicherer einen Teil der vereinnahmten Beiträge dazu verwenden, um Altersrückstellungen aufzubauen. Der Kapitalaufbau erfolgt auf dem Kapitalmarkt, damit die für die Altersrückstellungen vorgesehenen Beiträge Zinsen bringen und die Beiträge im Alter der Mitglieder „stabil“ halten.

Kapitalmarkt

Leider ist es nicht immer der Fall, dass der Kapitalmarkt das Zinsniveau hat, das sich diejenigen vorstellen, welche das Geld anlegen. Dies mussten auch die privaten Krankenversicherer erfahren. Ihre kalkulierten Zinserträge lagen weit über den Erträgen, die sie tatsächlich für das angelegte Kapital erhielten. Damit die Altersrückstellungen gesichert werden konnten, mussten die Krankenversicherer den Aufbau der Altersrückstellungen in wachsendem Maße aus den vereinnahmten Beiträgen finanzieren.

Medizin

Der zweite „Schuldige“ ist ebenfalls schnell gefunden: Das Alter. Die Menschen und damit auch die privat Krankenversicherten werden immer älter. Mit der modernen Medizin ist es auch noch Senioren möglich, aktiv am Leben teilzunehmen. Senioren halten sich fit, machen Gymnastik, gehen wandern und den einen oder anderen Senior jenseits der 70 findet man im Fitnessstudio wieder. Allerdings geht das Alter auch an aktiven Senioren nicht vorbei. Sie besuchen öfters den Arzt, ziehen auch den Facharzt zu Rate und benötigen Medikamente. Alle Maßnahmen rechnen sie selbstverständlich mit ihrer Krankenversicherung ab.

Zahlungsfähigkeit

Auch zum Kreis der Verdächtigen sind Mitglieder, die entweder ausscheiden oder aufgrund von Zahlungsunfähigkeit in den Notfalltarif wechseln müssen. Daneben wechseln auch Mitglieder von einem teuren Vollversicherungs-Tarif in den Basistarif. Für den Versicherer bedeutet dies, niedrige Beiträge und weniger Anteile für die Altersrückstellungen.

GKV

Mitglieder, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, können grundsätzlich den Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr vornehmen. Es gibt zwar Ausnahmen, doch die sind dünn gesät. Für sie ist auch der Wechsel in eine andere Gesellschaft nicht mehr lukrativ, da sie in diesem Alter meist mit Vorerkrankungen belastet sind.  Mit dem Angebot für einen günstigeren Zieltarif, den privat Krankenversicherte ab dem 55. Lebensjahr mit dem Schreiben der Beitragsanpassung erhalten, ist gleichzeitig das Angebot enthalten, sich direkt mit dem Krankenversicherer in Verbindung zu setzen, wenn ein Tarifwechsel gewünscht wird. Die Beratung beim Anbieter ist kostenfrei im Gegensatz zur Beratung bei einem Tarifoptimierer.

Beiträge der Privaten Krankenversicherungen 2016

In den letzten Monaten, jedenfalls nach Bekanntgabe der Beitragserhöhungen für das Jahr 2016 war es um die PKV ruhig geworden. Das bedeutet jedoch nicht, dass es der PKV besser geht, sondern nur, dass die privaten Krankenversicherer zu kämpfen haben. Das Neukundengeschäft hat nachgelassen, viele Kunden haben die Gesellschaft gewechselt, verdienen nur noch so viel, dass eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung möglich ist oder sie sind arbeitslos und können damit ebenfalls in die GKV wechseln. Schwer zu schaffen macht auch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Niedrige Zinsen führen zum Schmelzen der Kapitalerträge, was die Gesellschaft nur schwer verkraften.

Bundestagswahl

Auch die Bundestagswahl 2017 macht die Branche nicht optimistisch. Immer mehr Politiker reden von der Bürgerversicherung, in welcher die Mitglieder der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung zusammengeführt werden sollen. Noch gibt es beide Säulen der Krankenversicherung, doch wie lange sich die PKV nach der nächsten Bundestagswahl halten kann, kommt auf die Parteien an, welche die zukünftige Regierung bilden können. Auch stellt sich die Frage, ob und wie lange sich CDU/CSU gegen den Wunsch von Bündnis 90 die Grünen, den Linken und der SPD widersetzen können.

Neugeschäft PKV

Bei allen Anbietern der privaten Krankenversicherung kommt das Neugeschäft nicht auf Touren, im Gegenteil, es ist rückläufig und das schon seit mehr als drei Jahren. Das liegt auch daran, dass die Zahl der Selbstständigen im Sinkflug ist und auch für die nahe Zukunft keine Kursänderung in Sicht ist. Allein die DKV hat im Jahr 2014 mehr als 21.600 Mitglieder verloren; bei der Central waren 21.655 Mitglieder und auch die Allianz, die ein starkes Neukundengeschäft verzeichnen konnte, verlor fast 14.000 Mitglieder. Nur wenige Versicherer konnten neue Mitglieder gewinnen. Zu diesen Unternehmen gehören die Debeka und die HUK-Coburg sowie die AXA und die Hansemerkur.

Hanse Merkur, Axa und Co.

Für einige Versicherer, hauptsächlich für diejenigen, welche in der Vergangenheit neue Kunden mit extrem billigen Angeboten lockten, ging der Schuss nach hinten los. Sie boten eine Vollversicherung zum günstigen Preis an, in Erwartung auf einen Wechsel des Kunden in einen leistungsstärkeren und damit teureren Tarif. Dieser Wunsch blieb unerfüllt, was eintrat war das Gegenteil. Viele Vermittler dieser billigen Versicherungen erhielten hohe Provisionen, was für die Versicherer auf der Kostenseite schwer zu Buche schlug. Wer eine Vollversicherung zu einem extrem günstigen Preis hat, der wechselt nicht in einen Tarif, der mehr Geld kostet. Außerdem nehmen solche Angebote Menschen war, die sich keine hohe Kosten für die Krankenversicherung und damit für einen anderen Tarif leisten können oder wollen.

Man wird das Gefühl nicht los, dass bei der privaten Krankenversicherung die Ruhe vor dem Sturm eingekehrt ist

In diesem Jahr hatte die PKV Glück, dass die Bundesregierung bei ihrer Gesundheitspolitik die Thematik PKV ausgeklammert hat. Allerdings steht die PKV in den Negativschlagzeilen der Presse, hauptsächlich aufgrund der letzten Beitragserhöhung. Aktuell ist etwas Ruhe eingekehrt, was jedoch nicht heißt, dass kein Beitragssturm in absehbarer Zukunft erfolgen wird.

Unisex Tarife

Im letzten Jahr hatte die Branche einen Rückgang im Neugeschäft von satten zehn Prozent zu verzeichnen. Daneben stiegen die Beiträge aufgrund der neuen Unisex-Tarife an. An den höheren Prämien war auch die Senkung des Rechnungszinses nicht unschuldig, die gleichzeitig mit den Unisex-Tarifen auf die privaten Krankenversicherer zukamen. Daneben macht den Gesellschaften die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank zu schaffen. Auch Verkaufsargumente, mit welchen die private Krankenversicherung ihre Vorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung zeigte, verschwanden spätestens mit den Unisex-Tarifen. Die finanzielle Lage der PKV wird nicht einfacher. Immerhin stiegen im Zeitraum zwischen 2010 und 2014 die Ausgaben für jedes versicherte Mitglied der PKV um 15 Prozent an. Damit kamen Beitragserhöhungen zustande, die weit über den Lohnerhöhungen liegen.

Beiträge steigen

Für die privaten Krankenversicherer macht sich jetzt bemerkbar, was die Lebensversicherer schon seit einiger Zeit zu schaffen macht. Gemeint ist das seit langer Zeit andauernde Tief der Zinsen. Diese Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank führt bei den privaten Krankenversicherern zu einer stärkeren Absenkung der Rechnungszinsen. Diese Absenkung wird zum Problem hauptsächlich für ältere Bestandskunden, die mit spürbar höheren Anpassungen ihrer Beiträge rechnen müssen. Im umgekehrten Fall fehlen Zinsgewinne für jüngere privat Krankenversicherte. Diese sind aber notwendig, um individuelle Reserven für das Alter dieser jetzt noch jungen Generation der Privatversicherten anzusparen.

PKV passt an

Für die PKV stellt sich die Frage, wie sie die Anpassung der Beiträge besonders für altere Bestandskunden im Rahmen halten kann. Diese Frage führt zum Blick auf das Neukundengeschäft, das vor sich hin dümpelt. Für potenzielle Kunden gibt es keine attraktiven Tarife oder ein Versicherungsprodukt, das auch in Zukunft Bestand hat.

Bundestagswahl

Die privaten Krankenversicherer befinden sich in schweren Zeiten. Auch die nächste Bundestagswahl, die 2017 stattfindet, kann die Versicherer nicht optimistisch stimmen. Ob und in wie weit der Weg der PKV nach der Wahl weitergeht, entscheidet die Zusammensetzung des Bundestages und der Regierung. Eine Reihe der Abgeordneten, auch in Regierungskreisen, spricht sich immer deutlicher für die Schaffung einer Bürgerversicherung aus. Noch befindet sich die PKV im Ruhezustand, doch der nächste Sturm ist vorprogrammiert und damit die Frage, wie gut sich die PKV darauf vorbereitet hat.

6.

Gesundheitsfragen der privaten Krankenversicherung

Jeder, der Mitglied in einer privaten Krankenversicherung werden will, muss die Gesundheitsfragen im Antragsformular nach bestem Wissen und Gewissen beantworten. Der Versicherer hat gegenüber dem Interessenten die Pflicht, ihn über die Konsequenzen aufzuklären, die eine unzureichende und fehlerhafte Auskunft mit sich bringen kann. Versäumt der Versicherer, Interessenten über diesen Umstand zu informieren, müssen seine Versicherten keine Kündigung ihrer Versicherung befürchten, dich sich aufgrund mangelhafter Auskunft über ihren Gesundheitszustand beruft. So entschied das Oberlandesgericht Stuttgart in einem konkreten Fall. Der Versicherte hatte bei einer privaten Krankenversicherung einen Vertrag abgeschlossen, jedoch verschiedene Vorerkrankungen nicht mitgeteilt, obwohl diese im Antrag abgefragt wurden.

Gesundheit PKV

Vertrag kündigen

Für den Versicherer war dies Grund genug, um dem Versicherten den Vertrag zu kündigen. Dabei machte die PKV ihn auf eine Verletzung der Anzeigepflicht aufmerksam. Die Belehrung über die Anzeigepflicht war auf der ersten Seite der Antragspapiere vorhanden, während die Gesundheitsfragen erst auf der vierten Seite vorhanden waren. Dieser Abstand ist zu groß, urteilte das Oberlandesgericht Stuttgart. Der Versicherungsschutz ist deshalb immer noch vorhanden.

Urteil Az. 12 U 53/15

Auch das Oberlandesgericht Karlsruhe urteilte in einem ähnlichen Fall (Az. 12 U 53/15) in der gleichen Art. Hier war es die Belehrung des Versicherungsvertreters, an deren Wirksamkeit Zweifel bestehen. Auch bleibt der Versicherte zu unveränderten Bedingungen weiterhin bei der Gesellschaft krankenversichert. Weiter verweist das OLG auf zwei wichtige Punkte.
Nach § 19 Abs. 5 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) muss der Versicherungsnehmer ordnungsgemäß darauf hingewiesen werden, welche Rechtsfolgen ihn erwarten, wenn ihm eine Anzeigepflichtverletzung nachgewiesen werden kann. Befinden sich zwischen den Gesundheitsfragen und der Belehrung mehrere Seiten, ist der räumliche Zusammenhang zu den Gesundheitsfragen nicht mehr vorhanden.

Antrag der Krankenversicherung

Sind im Antrag zu viele Hervorhebungen enthalten, ergibt dies im Ergebnis eine Entwertung der Bedeutungen. Es ist dem Antragsteller / Versicherten nicht zum Vorwurf zu machen, wenn er keine Angaben machte. Dies ist vielmehr dem Berater und der Beratungssituation anzulasten. Das Gericht zweifelte daran, dass die Beratung des Versicherungsvertreters optimal war. Auch Zweifel hegte es, ob der Berater die Belehrung und deren Wirksamkeit wirklich dem Interessenten / Versicherter verdeutlicht hat.

Versicherungsmakler PKV

In der Regel müssen Versicherungsvertreter oder Makler ein Beratungsprotokoll ausfüllen, das der Kunde unterschreibt. Der Versicherungsvertreter hat, nachdem der Antrag ausgefüllt ist, diesen dem Kunden vorzulesen und ihn nochmals auf seine Anzeigepflicht hinzuweisen. Erst dann füllt er das Beratungsprotokoll aus.

Versicherungen

Auch wenn es manche Versicherungen gut meinen und Punkte durch Fettdruck oder Unterstreichen hervorheben, zu viel Hervorhebungen sind für Interessenten nicht mehr nachvollziehbar. Auch die Belehrung zu den Gesundheitsfragen sollte entweder auf demselben Blatt stehen oder auf dem Blatt vor dem Fragenkatalog.

Der Pflege Bahr: privat für den Pflegefall vorsorgen

Mit dem sogenannten „Pflege-Bahr“ wollte der damalige Gesundheitsminister Bahr die Menschen dazu bewegen, für den Pflegefall privat vorzusorgen. Nur wenige nahmen das Angebot an. Im letzten Jahr verglich Focus-Money die Tarife und stellte fest: Die finanziellen Vorteile sind sehr gering.

Pflegestufe

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) in Köln untersuchte bei 20 Versicherern die geförderten Tarife. Die Bahr-Pflege bezuschusst der Staat mit monatlich fünf Euro. Der Versicherte bringt eine Eigenleistung von mindestens zehn Euro auf. Tritt der Pflegefall ein, erhält er in der derzeit höchsten Pflegestufe III einen Zuschuss von monatlich 600 Euro. Drei Anbieter erklärte das Institut zu Testsiegern – doch empfehlenswert ist keiner der Tarife. Das DFSI verglich die geförderten und die nicht geförderten privaten Pflegeversicherungen.
Für die Bewertung der Pflege-Bahr im Jahr 2015 nahm das Institut verschiedene Beitrittsalter zum Vergleich, und zwar für das Alter von 25, 40, 50 und 60 Jahren. Die Versicherer füllten Fragenbögen über die Tarifbedingungen und Leistungen aus und unterschieden sowohl die einzelnen Pflegestufen als auch die stationäre und ambulante Betreuung.

Note 1,19

Drei Versicherer belegten mit der Note 1,19 Platz ein. Diese sind Allianz mit dem Tarif PZTG02, Arag mit FörderPflege PF und Central mit central.pflege. Nachdem die Tester die konkreten Merkmale der Tarife in Augenschein nahmen, blieb als Testsieger die Allianz übrig. Bei der Allianz setzt die PflegeBahr keine Mindestvertragsdauer oder Wartezeiten voraus. Sie leistet auch, wenn der Versicherte seinen Wohnort innerhalb der EU wechselt oder in die Schweiz zieht.

Leistungen

Die Versicherer machen ebenfalls Unterschiede bei den monatlichen Leistungen. Hier unterscheiden sie nach Alter und Pflegestufe. Mit einem Beitrittsalter von 25 Jahren kann der Versicherte mit einer monatlichen Zahlung von 1.770 Euro rechnen. Diese verringert sich, je älter der Versicherte bei Eintritt ist; bei einem Eintrittsalter von 50 Jahren erhält der Versicherte nur noch 600 Euro. Die Beträge beziehen sich auf die noch aktuelle Pflegestufe III. Fakt ist, profitieren können diejenigen, die in jungen Jahren die BahrPflege abschließen.
Eine Schwachstelle bildet der Personenkreis, der sich ab seinem 40. Lebensjahr für die BahrPflege entscheidet. Hier gibt es zu geringen Leistungen. Das ergibt sich aus der Tatsache, dass ein Platz im Pflegeheim monatlich weit mehr als tausend Euro kostet (bezogen auf Pflegestufe III). Diese Kosten fängt die staatlich geförderte BahrPflege mit ihren Mindestleistungen nicht auf. Eine weitere Tatsache ist, dass sich junge Menschen mit der Pflegebedürftigkeit nicht auseinandersetzen. Doch gerade für diesen Personenkreis lohnt sich diese geförderte Versicherung.

Kriterien

Die geringen Leistungen resultieren aus den Aufnahmekriterien. Diese sind im Gegensatz zur nicht geförderten privaten Pflegeversicherung mehr als gering. Die Versicherer gehen mit jedem Vertragsabschluss ein hohes Risiko ein, das sie im Vorfeld nicht abschätzen können. Ein hoher Leistungsanspruch ist bei derartigen Risiken nicht gegeben.

Kinderwunschbehandlungen über die Private Krankenversicherung abrechnen?

Viele Paare in Deutschland sind ungewollt kinderlos und unternehmen alles Erdenkliche, um ein Kind zu bekommen. Kinderwunschbehandlungen sind ein Teil der Chancen, welche Paare wahrnehmen. Ungewollte Kinderlosigkeit erkennen die gesetzlichen Krankenkassen nicht als Krankheit als solche an. Sie beteiligen sich jedoch an den Kosten mit einem Anteil zwischen 50 und 75 Prozent, einige tragen auch die gesamten Kosten. Der Zuschuss der Kassen hängt von der Krankenversicherung ab und vom Bundesland, in dem das Paar lebt.

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Kosten für die Kinderwunschbehandlung

Private Krankenversicherer übernehmen ebenfalls die Kosten für die Kinderwunschbehandlung. Sie haben die Möglichkeit, die Kostenerstattung zu begrenzen, und zwar auf einen Maximalbetrag pro Jahr. Eine entsprechende Klausel im Vertrag verstößt nicht gegen deutsches Recht und auch nicht gegen die transparenten Bedingungen des Versicherungsvertrags. Dieses Recht, so das Urteil des Landgerichts Köln mit Aktenzeichen 23 O 468/13 vom September 2014, steht dem privaten Krankenversicherer zu.

Kosten

Im vorliegenden Fall übernahm der private Krankenversicherer die Kosten von 7.500 Euro pro Jahr. Der Kläger berief sich auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Er erkannte darin einen Verstoß gegen das Gebot der Transparenz und verlangte die tatsächlichen Kosten für die künstliche Befruchtung. Als unbegründet wies das Landgericht Köln die Klage ab.
Nach der Entscheidung der Richter des Landgerichts Köln ist der Vertrag, der eine Klausel bezüglich der Kostenübernahme für Kinderwunschbehandlungen beinhaltet, rechtens. Dem Kläger bleibt es unbenommen, auf eigene Kosten mehrere Versuche der künstlichen Befruchtung vornehmen zu lassen. Die Kostenübernahme der privaten Krankenversicherung sei großzügig bemessen.

Urteil

Dieses Urteil ist auch für andere private Anbieter interessant. Sie können vertraglich feste Grenzen für die Kostenübernahme der Kinderwunschbehandlungen festsetzen.

Lohnt sich der Wechsel innerhalb der PKV?

Sobald das Schreiben über Beitragserhöhung des privaten Krankenversicherers sein Mitglied erreicht, stellt sich die Frage: Ist eine andere Gesellschaft billiger? Für die Mitglieder ist die Suche nach einem neuen Anbieter mit viel Zeitaufwand verbunden. Dennoch sollte man den Vergleich suchen, um einen günstigeren Anbieter zu finden. Geld sparen will jeder, auch die Mitglieder der PKV. Wer den Beitrag bei seinem privaten Krankenversicherer reduzieren will, der erhält meist die Antwort: Specken Sie den Versicherungsschutz ab. Damit ist es für den Einzelnen nicht getan. Er will die bestmöglichen Leistungen zum verbraucherfreundlichen Beitrag.

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Wechsel der Krankenversicherung innerhalb der Versicherungsgesellschaft

Bei einem Wechsel innerhalb der Versicherungsgesellschaft stellt dies in der Regel kein Problem dar. Anders sieht es aus, wenn das Mitglied den Anbieter wechseln will. Für ältere Versicherte lohnt sich ein Wechsel der Gesellschaft nicht in jedem Fall. Die Beiträge der PKV richten sich nicht nach dem Einkommen, jedoch berücksichtigen sie das Eintrittsalter. Je älter der Versicherte bei seinem Eintritt in die Versicherungsgesellschaft ist, desto teurer der Tarif.
Jüngere Versicherte haben bei einem Wechsel mehr Möglichkeiten. Sie können Teile ihrer bisher einbezahlten Rückstellungen vom alten zum neuen Anbieter mitnehmen. Erfreut sich der Versicherte bester Gesundheit, steht einem Wechsel zum neuen Anbieter nichts im Weg.

Wie gut ist Stiftung Warentest?

Einen neuen Anbieter zu finden ist im Dschungel der auf dem Markt befindlichen Tarife nicht einfach. Stiftung Warentest ist eine Möglichkeit, um sich über anderer private Krankenversicherer zu informieren. Stiftung Warentest testete im Mai 2014 die Tabelle für Selbstständige. Für Kunden mit einem Eintrittsalter von 39 Jahren fand die Stiftung Warentest 31 Versicherer, die insgesamt lediglich 45 Tarife für diese Altersgruppe anboten.
Im PKV-Verband sind jedoch 42 Gesellschaften ordentliches Mitglied. In der Tabelle nicht enthalten waren die Tarife der Debeka. Grund dafür sind die Selbstbehalte der Tarife des Versicherers, die zwischen 400 und 1.200 Euro liegen. Die Stiftung Warentest gab Selbstbehalte zwischen 500 und 1.000 Euro vor; die Debeka erfüllte mit ihrer Version die Vorgaben der Stiftung nicht. Ein Vergleich über die Stiftung Warentest kann für wechselfreudige Mitglieder nur ein Anhaltspunkt sein. Besser ist es, sich auf den Vergleichsportalen im Internet zu informieren.

Leistungen der PKV

Wer sich mit dem Gedanken trägt, seinen Anbieter zu wechseln, sollte auf die Ausgabenseite des Unternehmens einen Blick werfen. Interessant sind die Kosten, die auf die Bereiche Verwaltung und Vertrieb anfallen. Anbieter, die hohe Kosten in diesen Bereichen haben, sparen an den Leistungen und erhöhen die Beiträge. Wer sich nicht mit Tabellen und Zahlen beschäftigen will, der nutzt die Vergleichsportale im Internet.

Pflegeversicherungen in Deutschland

 

Seit 1995 gibt es in Deutschland die gesetzliche Pflegeversicherung, angelegt als Einheitsversicherung. Die Beitragssätze unterscheiden sich ebenso wenig wie die Leistungen voneinander. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist die fünfte und bislang letzte Säule der gesetzlichen Sozialversicherung. Die Höchstbeiträge der Pflegeversicherung für den Pflegefall orientieren sich an den Pflegestufen. Stellt der Antragsteller die Kosten den bezahlten Beiträgen gegenüber, stellt er schnell fest: Sie decken die Kosten nicht. Eine private Pflegeversicherung ist in jungen Jahren abzuschließen, in einer Zeit, in der die Beiträge moderat sind. Je älter der Mensch wird, desto höher belaufen sich die Kosten für die monatlichen Beiträge. Menschen, die älter als 50 Jahre sind, haben keine Chance, die Höhe der Beträge zu bewältigen.

Der ehemalige Gesundheitsminister Daniel Bahr machte im 2013 die sogenannte Bahr-Pflege mit dem Bundestag zum Gesetz. Diese Pflegeversicherung kann der Antragsteller bei jeder privaten Krankenversicherung abschließen. Die Gesellschaft darf keinen Antragsteller ablehnen. Der Staat beteiligt sich bei der monatlichen Prämie mit fünf Euro. Senioren informieren sich über das Wohnen im Alter. Für sie ist es sicherer, wenn sie in einem betreuten Wohnen oder einem Altenheim ihren Lebensabend verbringen. Im Notfall ist entsprechendes Personal vorhanden und greift ein. Informationen über seniorengerechtes Wohnen finden sie bei pflege.de.

Menschen, die Angehörige pflegen, finden auf pflege.de Hilfe und Rat. Informationen über Hilfen im Alltag, osteuropäisches Pflegepersonal sowie Entlastung bei der Pflege finden Betroffen auf der Website oder im persönlichen Gespräch. Die gebührenfreie Telefonnummer befindet sich deutlich auf der ersten Seite vorhanden ebenso wie der Button, mit dem sie einen Rückruf vereinbaren.