Zweibettzimmer

Zweibettzimmer und Chefarzt

Jeder, der schon einmal im Krankenhaus stationär behandelt wurde weiß, wie erholsam ein Zweibettzimmer im Gegensatz zu einem Vier- oder Sechsbettzimmer sein kann. Ein derartiges Zusatzmodul haben die gesetzlichen Krankenversicherungen nicht im Programm, die privaten Krankenversicherungen schon. Mitglieder einer privaten Krankenversicherung haben den Vorteil, ein Einbett- oder Zweibettzimmer als Baustein zu ihrer Vollversicherung zuzufügen.

Zusatzversicherung

Damit auch Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung in diesen Vorzug kommen, bieten die privaten Krankenversicherer das Zweibettzimmer als Zusatzversicherung an.
Jeder, der sich in stationäre Behandlung begibt, möchte naturgemäß so schnell als möglich wieder nach Hause. Das gilt für gesetzlich und privat krankenversicherte Patienten gleichermaßen. Wer gesund werden will, braucht in erster Linie Ruhe; die er in einem Zimmer mit mehr als zwei Betten kaum findet. Das liegt einerseits an den Besuchszeiten, die seit langer Zeit nicht mehr festgeschrieben, sondern flexibel sind.

Kleinere Zimmer

Viele Krankenhäuser haben die Wirkung von Ruhe erkannt und gingen zu kleineren Zimmern über. Entweder haben sie generell Zweibettzimmer oder aber haben ein Vierbettzimmer in der Form abgeteilt, dass die Patienten dennoch zur Ruhe kommen. Die Reha-Kliniken der Berufsgenossenschaften in Baden-Württemberg verfügen grundsätzlich kleine Zimmer mit einem oder zwei Betten.

Mehr Leistungen durch Bausteine und Zusatzversicherung

Wer einen Unfall hat oder den Notarzt braucht, der ist gut beraten, wenn er eine tatkräftige Person neben sich hat. In der Regel kommt der Patient in die Klinik, die am nächsten gelegen ist und freie Betten hat. Das muss nicht zwangsläufig das beste Krankenhaus am Ort sein. Oft sind es auch nur einzelne Stationen, deren Ruf bereits zum Abwinken veranlasst. Gesetzlich Versicherte haben kaum Chancen, sich gegen die Einlieferung ins nächste Krankenhaus zu wehren; es sei denn, sie haben einen Fürsprecher, der auf ein bestimmtes Krankenhaus besteht. Mit viel Glück kommt der Patient dann in dieses Krankenhaus.

Privatpatient

Anders sieht es bei Privatpatienten aus. Sie können durchaus und in jeder Form Bedingungen stellen. Das gilt sowohl für das Krankenhaus wie auch für das Zimmer, das über nicht mehr als zwei Betten verfügt. Jedes Krankenhaus macht für Privatpatienten Platz, sodass diese grundsätzlich in der Klinik landen, in der sie aufgenommen werden wollen. Das gilt auch für die Wahl des Zimmers. Privatpatienten können auf ein Einbett- oder Zweibettzimmer bestehen anstatt auf ein Zimmer der allgemeinen Pflegeklasse.
Dieses Privileg haben auch gesetzlich Versicherte, die über eine private Zusatzversicherung verfügen, die ihnen die Wahl des Krankenhauses und des Zimmers ermöglicht. Die Zusatzversicherung bieten viele private Krankenversicherer an; die Beiträge hierfür orientieren sich nach dem Alter des Antragstellers.

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